Leistungsspektrum

Im Fachbereich Ergotherapie werden Kinder und Jugendliche mit Auffälligkeiten in der Wahrnehmung - visuelle Wahrnehmung, Körperwahrnehmung - der Fein- und Grafomotorik - unklare Händigkeit, Schreibprobleme - der Handlungsplanung sowie in der Konzentration und Verhaltenssteuerung vorgestellt. Die ergotherapeutische Befunderhebung beinhaltet ein Anamnese-Gespräch sowie die spezifische Diagnostik und dauert ca. 75 Minuten. Besteht nach Abschluss der gesamten interdisziplinären Befunderhebung ein Bedarf an Ergotherapie, erfolgt eine Empfehlung und die Durchführung heimatortnah. Familien aus der Umgebung können bei spezifischen Fragestellungen in unserem Zentrum therapeutisch behandelt werden. Der Therapiezeitraum wird individuell und nach Fragestellung festgelegt. Es werden Einzel- und Gruppentherapien angeboten.

Unsere spezifischen Angebote und Schwerpunkte:

  • verhaltenstherapeutisches Training nach Intra Act Plus
  • Diagnostik unilateraler Bewegungsstörungen durch AHA - Test
  • Person-zentrierte Spieltherapie nach Carl Rogers
  • autismus-spezifische Therapie mit den Methoden von TEACCH und PECS
  • Basale Stimulation
  • Sensorische Integrationstherapie
  • Marburger Konzentrationstraining (Vorschule bis Jugendalter)
  • ergotherapeutisches Sozialkompetenztraining (EST)

Im Fachbereich Heilpädagogik werden Kinder vorgestellt, deren Entwicklung unter besonderen Bedingungen verläuft. Kinder und ihre Eltern werden unter Einbeziehung ihrer individuellen Voraussetzungen, Ressourcen und Kompetenzen auch unter Berücksichtigung von Umweltfaktoren begleitet. In der heilpädagogischen Arbeit stehen die Handlungsfelder der Diagnostik, entwicklungsorientierte Förderangebote und Beratung im Mittelpunkt.

Dies kann in Form von Einzelvorstellung, Einzelförderung, Gruppenarbeit (Elterngruppen), Beratungsgesprächen mit den Eltern (u.a. videogestützte Interaktionsanalyse und Beratungen), Beratungsgesprächen mit weiteren Familienmitgliedern oder Mitarbeitern anderer Institutionen erfolgen. Die heilpädagogische Diagnostik umfasst die ausführliche Anamnese, Spiel-, Verhaltens- und Interaktionsbeobachtung, ggf. Fragebögen und die Entwicklungsdiagnostik mit standardisierten Testverfahren und dauert 60 - 90 Minuten. Besteht nach Abschluss der interdisziplinären Diagnostik im SPZ heilpädagogischer Förderbedarf, werden die Eltern über heimatortnahe Möglichkeiten beraten. Für spezifische Fragestellungen ist die heilpädagogische Förderung oder Beratung im SPZ möglich.

Kinder und Jugendliche mit Kommunikations-, Sprach- und Sprechstörungen, Auffälligkeiten im Mund- und Gesichtsbereich (z.B. Störungen der Nahrungsaufnahme), Störungen der Auditiven Verarbeitung und Wahrnehmung und des Schriftspracherwerbs werden im Fachbereich Logopädie von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr betreut.

Die Vorstellung der Kinder erfolgt nach der Arztsprechstunde in Absprache mit den Eltern. Zu Beginn wird eine ausführliche fachspezifische Anamnese und logopädische Diagnostik durchgeführt, die in der Regel 60-90 Minuten dauert. Manchmal sind weitere Diagnostiktermine notwendig. Zur Befunderhebung werden standardisierte oder informelle Verfahren sowie die klinische Beobachtung eingesetzt. Die Ergebnisse werden im SPZ-Team in den Gesamtbefund eingeordnet.

Besteht ein Therapiebedarf werden Therapieziele formuliert und ggf. Verordnungen ausgestellt. Die Behandlung kann in einer Logopädischen Praxis am Heimatort erfolgen. In diesen Fällen erfolgen in größeren Abständen Wiedervorstellungen zur Verlaufskontrolle. Bei spezifischen Fragestellungen ist eine Behandlung im SPZ möglich. Die Therapieeinheit umfasst in der Regel 45 Minuten und findet einmal wöchentlich als Einzeltherapie statt. Das „Heidelberger Elterntraining“ erfolgt als elternzentrierte Gruppentherapie.

Die Diagnostik und Therapie von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen mit Verzögerungen oder Störungen der motorischen Entwicklung sowie Regulationsstörungen im Säuglingsalter erfolgt im Fachbereich Physiotherapie.

Die Vorstellung im Fachbereich Physiotherapie dauert in der Regel 60 Minuten. Die Diagnostik umfasst die Beurteilung der Spontanmotorik sowie eine ausführliche körperliche Untersuchung (Gelenkstatus, Muskeltonus usw.). Zur Einschätzung des motorischen Entwicklungsstandes stehen standardisierte Testverfahren zur Verfügung. Weitere Aufgaben sind die Beratung der Familie und die Absprachen mit weiteren Bezugspersonen - Therapeuten und Pädagogen am Heimatort.

Therapeutische Methoden sind Vojta, Bobath, Manuelle Therapie, Dreidimensionale Fußtherapie nach Zukunft-Huber, Intra Act Plus.

Die notwendigen Hilfsmittelversorgungen erfolgen im SPZ in interdisziplinären Sprechstunden unter Zusammenarbeit mit Sanitätshäusern oder nach Absprache mit den Therapeuten am Heimatort.

Schwerpunkt der Arbeit im Fachbereich Psychologie ist die psychologische Diagnostik von Kindern und Jugendlichen. Dafür werden in der Regel zunächst zwei Termine vereinbart, die ca. 90 Minuten dauern. Je nach Fragestellung werden die Schwerpunkte der Diagnostik festgelegt und gegebenenfalls weitere Termine zur vertiefenden Diagnostik vereinbart. Bestandteil psychologischer Diagnostik können Spiel-, Verhaltens- und Interaktions-Beobachtungen sein. Außerdem werden psychometrische Testverfahren angewandt (Entwicklungstests, Intelligenztests, Diagnostik von Teilleistungsschwächen, Persönlichkeitstests, projektive Verfahren, Fragebögen). Als spezielles Angebot besteht die Möglichkeit der Autismusdiagnostik- und Beratung. In einem Auswertungsgespräch mit den Eltern werden die Ergebnisse der Diagnostik beraten. Bei Interesse der Familie werden andere Bezugspersonen (Erzieher, Lehrer) in die Beratung einbezogen. Häufig ist es wichtig, die weitere Entwicklung zu beobachten und zu begleiten. In diesem Fall werden Termine zur Wiedervorstellung vereinbart. Die Eltern werden über wohnortnahe Angebote (z.B. Erziehungs- und Familienberatungsstellen, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten) informiert. Die langfristige Begleitung von Familien mit chronisch kranken Kindern (neurologische und psychosomatische Störungen, Behinderungen, autistische Störungen, ADHS) ist möglich.

Therapien erfolgen in der Regel außerhalb des SPZ.

Schwerpunkte im Fachbereich Sozialarbeit sind die Beratung und Begleitung der Familien mit Kindern, bei denen eine drohende Entwicklungsstörung oder eine Behinderung festgestellt wurde. Ziel der Beratung ist es, den individuellen Bedarf der Familie festzustellen, Ressourcen aufzudecken und bestmögliche Hilfen im Umfeld der Familie anzubahnen.

Inhalte der Sozialarbeit sind zum Beispiel Unterstützung der Familien bei der Beantragung sozialrechtlicher Hilfen, z.B. Schwerbehinderten Ausweis, Pflegegeld, Eingliederungshilfe, Mutter-Kind-Kuren, Rehabilitations-Maßnahmen usw.

Weitere Schwerpunkte sind die psychosoziale Begleitung der Familien, einschließlich der Unterstützung interdisziplinärer Krisenintervention. Bei Bedarf erfolgt eine Vermittlung von Kontakten zu Selbsthilfegruppen/ Elterngruppen.

Im SPZ werden drei Elterngruppen durch die Sozialarbeiterinnen begleitet.

Die Sozialarbeiterinnen sind, ebenso wie die Krankenschwestern, in die Koordination der Betreuung im SPZ eingebunden (Case-Management).

Siegel und Zertifikate des Carl-Thiem-Klinikums

Das CTK ist bestrebt ständig die Qualität der medizinischen Behandlung, die Patientenfreundlichkeit und den Service zu verbessern. Unsere Zertifikate und Qualitätssiegel sind für uns Meilensteine und Anerkennung unser bisherigen Bemühungen.