Herzlich willkommen im
Pankreaskrebszentrum
(Bauchspeicheldrüsenkrebs)

In Deutschland erkranken nach Angaben des Robert-Koch-Institutes jährlich ca. 15.000 Menschen an einem Bauchspeicheldrüsenkrebs (duktales Pankreaskarzinom). Damit nimmt dieser Tumor bei Männern den 10. Platz und bei Frauen den 6. Platz bezüglich der Krebshäufigkeit ein.

Ein Problem dieser Tumoren ist die im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen schlechte Prognose. Das liegt unter anderem an biologischen Besonderheiten dieser Tumore mit einer Neigung zur aggressiven frühzeitigen Metastasenbildung und der besonderen Lage der Bauchspeicheldrüse im Körper. Hinzu kommt, dass die Diagnose oft erst spät gestellt wird – nämlich erst, wenn Tumor-bedingte Folgeerscheinungen wie ein Ikterus (Gelbsucht), Schmerzen, Gewichtsabnahme oder gar eine Passagestörung auftreten. Zu welchem Zeitpunkt diese Folgeerscheinungen im Verlauf des Tumorwachstums auftreten, wird maßgeblich durch die Lage des Tumors in der Bauchspeicheldrüse bedingt. Der überwiegende Teil der Tumore ist im Bauchspeicheldrüsenkopf lokalisiert.

Nach derzeitigem Wissen entstehen bösartige Tumoren der Bauchspeicheldrüse meist im Gang der Drüse. Dabei spielen, ähnlich wie beim Darmkrebs, Tumorvorstufen eine wichtige Rolle. Daraus ergibt sich ein theoretischer Ansatz zur frühen Tumorerkennung. Gezielte Vorsorgeuntersuchungen gibt es heute allerdings noch nicht.  Das Erkennen und die Behandlung dieser Tumoren erfordert die enge Zusammenarbeit der Fachgebiete Radiologie, Gastroenterologie, Pathologie, Chirurgie und Onkologie.

Im Mittelpunkt der Behandlung des Bauchspeicheldrüsenkrebses steht die operative Entfernung des Tumors. Bei den meisten Patienten wird zusätzlich zur Operation eine Chemotherapie durchgeführt. Sie kann in vielen Fällen die Erfolgsaussicht verbessern. Allerdings ist aufgrund der genannten Besonderheiten dieser Tumore nicht bei jedem Patienten eine Operation an der Bauchspeicheldrüse möglich oder sinnvoll. In Einzelfällen kann eine der Operation vorgeschaltete Behandlung (neoadjuvante Therapie), eine zunächst technisch nicht durchführbare Operation doch noch ermöglichen. Das im Einzelfall optimale Vorgehen wird im Rahmen einer Tumorkonferenz im Team besprochen und koordiniert.

Wichtig ist dabei immer auch eine spezialisierte Krankenpflege inklusive Physiotherapie, Ernährungsberatung sowie die sozialmedizinische und die psychologische Betreuung.

Zielsetzung für unser Zentrum ist die Sicherstellung einer optimalen Versorgung von Patienten mit Bauchspeicheldrüsentumoren.

Das schließt ein:

  • Eine möglichst frühe Diagnosestellung
  • Die Erarbeitung einer optimalen individuellen Therapie in der Tumorkonferenz
  • Eine gute operative Qualität unter Erreichung einer möglichst hohen Rate kompletter Tumorentfernungen
  • Die Sicherung einer möglichst guten Lebensqualität - auch dann, wenn sich der Tumor nicht komplett entfernen lässt
  • Die Behandlung tumorbedingter Komplikationen im Rahmen einer individuellen Nachsorge
  • Beteiligung an Studien zur Erforschung von Pankreaserkrankungen
Siegel und Zertifikate des Carl-Thiem-Klinikums

Das CTK ist bestrebt, ständig die Qualität der medizinischen Behandlung, die Patientenfreundlichkeit und den Service zu verbessern. Unsere Zertifikate und Qualitätssiegel sind für uns die Anerkennung unserer bisherigen Bemühungen.