Leistungsspektrum des Kopf-Hals-Tumor-Zentrums

  • Interdisziplinäre Diagnostik bei Tumorerkrankungen im Kopf-Hals-Bereich
  • Interdisziplinäre Therapiefindung im Rahmen des Tumor-Boards-Kopf-Hals
  • Organspezifische Therapie (operativ oder konservativ)
  • Interdisziplinäre Nachbetreuung

Im Rahmen der Diagnostik und Tumortherapie wird ein individueller Ansatz für jeden Patienten entworfen. In Absprache mit dem Patienten werden Therapieoptionen erörtert und geplant. Bei der Therapie der Tumorerkrankung nimmt die Erhaltung und Wiederherstellung der Lebensqualität eine wichtige Stellung ein. Rekonstruktive Verfahren mittels Gewebstransplantation zur Wiederherstellung der Schluck- und Sprechfunktion als auch der Ästhetik werden neben einer epithetischen Wiederherstellung eingesetzt. Nach operativer und konservativer Therapie stehen physiotherapeutische, logopädische, psycho-onkologische und rehabilitative Maßnahmen zur Verfügung.

Eine Krebserkrankung im Kopf-Hals-Bereich ist eine bösartige Erkrankung, die in verschiedenen Organen lokalisiert sein kann. Es können die Zunge oder die Mandeln betroffen sein, aber auch der Rachen oder der Kehlkopf.

Unterschiedliche Beschwerden, wie Schluckprobleme, ein Kloßgefühl im Hals, leicht blutende Wunden in der Mundhöhle, Sprechbehinderungen, Heiserkeit, Luftnot, aber auch äußere Schwellungen am Hals können erste Anzeichen für einen Tumor im Kopf-Hals-Bereich sein und sind meist der Grund, einen Arzt aufzusuchen.

Nach einer ausführlichen Untersuchung der Mundhöhle und des Rachens, ggf. auch mit einem kleinen Endoskop sowie einer Ultraschalluntersuchung des Halses und einer Computertomographie (CT) bzw. einer Magnetresonanztomographie (MRT) erfolgt meist in einer Vollnarkose eine Probeentnahme von verdächtigem Gewebe, um den Verdacht auf eine bösartige Erkrankung zu sichern und die genaue Art des Tumors zu bestimmen.  

Um nach Diagnosestellung die genaue Therapie festzulegen, werden alle Befunde in einem sogenannten Tumorboard, einer wöchentlichen Zusammenkunft mit Ärzten aller beteiligten Fachrichtungen, diskutiert und es wird für den betreffenden Patienten eine spezieller Behandlungsvorschlag erarbeitet, welcher mit dem Patienten ausführlich besprochen wird. Gemeinsam wird ein Therapieplan aufgestellt.  

Bei der Behandlung kommt der Operation neben Strahlen- und Chemotherapie eine wichtige Bedeutung zu. Sie soll die Geschwulst und evtl. Tochtergeschwülste entfernen. Durch plastisch-rekonstruktive Maßnahmen ist es möglich, bei der Geschwulstentfernung entstehende Defekte zu verschließen und Funktionen wie Essen, Schlucken, Sprechen und Atmen zu erhalten bzw. wiederherzustellen.  Die Operation kann mit einer Strahlen- und/oder Chemotherapie kombiniert werden, je nach Art und Ausbreitung des Tumors.

In einigen Fällen kommt auch eine primäre Bestrahlungsbehandlung, meist in Kombination mit einer Chemo-/Immunotherapie zur Anwendung.

Die Behandlungsmöglichkeiten werden ausführlich mit dem Patienten und gern auch mit seinen Angehörigen besprochen. Es sind vor der Therapie Gespräche mit einem Sozialarbeiter, mit Logopäden oder Selbsthilfegruppen möglich und dem Patienten kann weiteres Informationsmaterial zur Verfügung gestellt werden.

Nachsorge

Wenn die Behandlung der Tumorerkrankung abgeschlossen ist, ist es wichtig, durch Nachsorgeuntersuchungen weiter betreut zu werden. Dadurch kann ein eventuelles Wiederauftreten des Tumors frühzeitig erkannt oder es können Nebenwirkungen und Beschwerden durch die erfolgte Therapie behoben werden.

Jedem Patienten wird dazu ein Nachsorgepass ausgehändigt, der eine Hilfe bei der Einhaltung der Termine sein soll und auch eine Informationsquelle für die weiterbehandelnden Ärzte ist.

Wir empfehlen jedem Patienten eine regelmäßige Tumornachsorge, die prinzipiell bei entsprechender Qualifikation auch durch niedergelassene Ärzte möglich ist.

In der Regel wird für einen Zeitraum von fünf Jahren eine Tumornachsorge nach einem vorgegebenen zeitlichen Schema durchgeführt:

  • in den ersten zwei Jahren alle drei Monate
  • im dritten und vierten Jahr alle vier Monate
  • im fünften Jahr halbjährlich

Auf Wunsch des Patienten wird auch nach Ablauf der fünf Jahre die Nachsorge durchgeführt.

Neben der klinischen- und Ultraschalluntersuchung, die bei jeder Nachsorge durchgeführt wird, erfolgen ggf. CT- oder MRT-Kontrollen, evtl. auch die Planung zwischenzeitlicher Kontrolluntersuchungen in Vollnarkose.

Siegel und Zertifikate des Carl-Thiem-Klinikums

Das CTK ist bestrebt, ständig die Qualität der medizinischen Behandlung, die Patientenfreundlichkeit und den Service zu verbessern. Unsere Zertifikate und Qualitätssiegel sind für uns die Anerkennung unserer bisherigen Bemühungen.