Patientenratgeber

In den meisten Fällen nimmt Ihr bisher behandelnder Arzt Kontakt mit uns auf. Entweder Sie erhalten von Ihrem Arzt direkt einen Vorstellungstermin übermittelt oder wir melden uns telefonisch bzw. postalisch bei Ihnen zur Terminvereinbarung. Auch Termine für stationäre Behandlungen werden zumeist durch Ihren bisher behandelnden Arzt vereinbart. Fragen zur stationären Behandlung können Sie direkt auf der Station S1 klären, Telefon: (0355) 46-25 47. Sollte Ihnen Ihr Arzt eine Überweisung zur Strahlentherapie mit dem Hinweis zur selbstständigen Terminvereinbarung ausgehändigt haben, melden Sie sich bitte:

Anmeldung: 

Telefon: (0355) 46-25 35

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 7:00 bis 13:30 Uhr


Sekretariat: Frau Lenth

Telefon: (0355) 46-25 31

Fax: (0355) 46-26 75

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 7:15 bis 15:30 Uhr

Im Rahmen der ersten Vorstellung in unserer Abteilung werden wir nach Sichtung Ihrer Unterlagen, der bisherigen Untersuchungsergebnisse und einer beschwerdebezogenen kurzen Untersuchung die aktuelle Situation mit Ihnen besprechen. Es ist dabei unerheblich, ob Sie zunächst in unserer Ambulanz vorstellig werden oder eine direkte stationäre Behandlung erfolgt. Möglicherweise müssen wir noch weitere Untersuchungen veranlassen, um über die Durchführung (Indikation) einer Bestrahlungsbehandlung entscheiden zu können. Wir werden Ihnen die Behandlungsmöglichkeiten, potentielle Nebenwirkungen und Ziele der Therapie sowie Erfolgsaussichten der Strahlenbehandlung erläutern. Erst wenn Sie Ihr Einverständnis zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gegeben haben, werden wir die weiteren Abläufe und Termine mit Ihnen abstimmen.

Um über die Durchführung (Indikation) einer Bestrahlungsbehandlung entscheiden zu können, ist die möglichst vollständige Kenntnis Ihres bisherigen Krankheitsverlaufes und der erhobenen Untersuchungsbefunde nötig. Bringen Sie deshalb bitte alle Ihnen zur Verfügung stehenden Unterlagen zu Ihrem Termin mit. Besonders wichtig sind die letzten Entlassungsberichte aus Krankenhäusern, histologische Untersuchungsbefunde und Operationsberichte. Zu den aktuellen bildgebenden Untersuchungen (CT, MRT, PET) benötigen wir den schriftlichen Befund und die Bilder (z.B. in Form einer CD). Bitte vergessen Sie nicht eine Aufstellung Ihrer Medikamente mit der entsprechenden Dosierung! Vor allem nach oder während einer zusätzlichen Chemotherapie sind die aktuellen Blutwerte und die Kenntnis über die Art der Chemotherapie von besonderer Bedeutung. Fragen Sie Ihren zuweisenden Arzt und bitten Sie ihn um die Aushändigung der Laborwerte und ggf. Unterlagen zur Chemotherapie.

Zur besseren Übersicht hier Ihre Checkliste:

  • Entlassungsberichte
  • Histologischer Befund
  • Operationsbericht
  • CT/MRT/PET Bilder und Befund
  • Medikamentenaufstellung mit Dosierung
  • Unterlagen zur Chemotherapie/Therapiepass
  • Aktuelle Laborwerte

Wenn Sie mit der Ihnen vorgeschlagenen Bestrahlungsbehandlung einverstanden sind, werden wir mit Ihnen eine Reihe notwendiger weiterer Termine vereinbaren, um die Therapie vorzubereiten. Im Rahmen der Lokalisation wird für Sie eine stabile und reproduzierbare Lagerung auf dem Behandlungstisch festgelegt. An Ihrem Körper werden ca. drei Lagerungsmarkierungen in Form eines ca. 0,05 mm großen Tätowierpunktes angebracht. Diese Punkte garantieren Ihnen eine hohe Präzision der Behandlung über die gesamte Zeit und gestatten gleichzeitig eine angemessene Körperpflege.

Sollten Sie dennoch mit dieser Maßnahme nicht einverstanden sein, bitten wir Sie um einen entsprechenden Hinweis. Wir werden dann weniger präzise und widerstandsfähige temporäre Markierungen verwenden.

Zur maximalen Schonung der gesunden Gewebe müssen eine Vielzahl von Geräteparametern festgelegt werden. Dazu benötigen wir Informationen, welche wir am Computertomographen (CT) gewinnen. Dieser Schritt stellt keine Untersuchung dar und ist nicht zur Auswertung einer Krankheitssituation gedacht. Es wird daher auch keinen Befund geben.

Nach Abschluss der Lokalisation erhalten Sie den nächsten Termin zur ersten Bestrahlung. Diese wird immer in Anwesenheit eines Arztes vorgenommen. Die weiteren Bestrahlungen stellen dann praktisch die Wiederholung der ersten Bestrahlung dar. Wie oft und in welchen Abständen diese Wiederholungen stattfinden, wurde Ihnen im Rahmen der vorangegangenen Gespräche erläutert.

Zu definierten Zeitpunkten werden wir die Qualität und Kontinuität der Behandlung mittels Kontrollaufnahmen überprüfen. Ebenfalls werden wir in gewissen Abständen das Gespräch mit Ihnen suchen, um die Verträglichkeit und gewisse Beschwerden zu hinterfragen. Außerhalb dieser Termine haben Sie selbstverständlich immer die Möglichkeit mit Fragen oder Beschwerden einen ärztlichen Kollegen zu konsultieren. Sprechen Sie einfach die Sie betreuende Assistentin an.

Nach der letzten Behandlung erfolgt regulär ein Abschlussgespräch. Ein Bericht über die erfolgte Bestrahlung werden wir an Ihren überweisenden Arzt, den Hausarzt und Weiterbehandler (z.B. Onkologe) versenden. Die hohe Komplexität der Behandlung und der Geräte sowie die große Anzahl von Patienten sind der Grund dafür, dass wir Wartezeiten nicht immer vermeiden können. Wir bemühen uns ständig, die Behandlungszeiten für Sie so gering wie möglich zu halten.

Während der Bestrahlungstherapie kann es zu einer Reihe von Nebenwirkungen kommen. Neben verschiedenen anderen Organsystemen kann die vorbeugende Pflege der Haut in vielen Fällen zu einer deutlich besseren Verträglichkeit beitragen. Wir werden Ihnen, wenn nötig, eine Salbe zur Hautpflege empfehlen. 

Bitte vermeiden Sie unnötige Belastungen der Haut im bestrahlten Gebiet (Deospray, Sonne, Parfüm, Creme o.Ä.) und waschen Sie diese Areale nur vorsichtig mit klarem Wasser oder einer milden Seife. Auch die mechanische Belastung der Haut (z.B. BH, reiben mit Handtuch o.Ä.) sollten Sie minimieren. Für Reaktionen der Schleimhaut, welche beispielsweise bei einer Behandlung im Kopf-/Halsbereich auftreten, sind spezielle Mundspülungen und andere Medikamente erforderlich. Für diätetische Maßnahmen bei einer Bestrahlung im Bauchbereich händigen wir Ihnen ein gesondertes Merkblatt aus.

Während der gesamten Phase einer Bestrahlungsbehandlung können Nebenwirkungen auftreten. Viele dieser Nebenwirkungen sind flüchtig oder harmlos. Es gibt jedoch eine Reihe an Erscheinungen, welche möglicherweise das rasche Einleiten einer Behandlung erfordern. Bitte informieren Sie uns spätestens vor der nächsten Bestrahlung, wenn folgende Beschwerden auftreten:

  • Fieber
  • Plötzliche Schmerzen oder gravierende Änderung der Schmerzen
  • Blutungen
  • Häufiges Erbrechen
  • Stark verminderte Möglichkeit zur Aufnahme von Nahrung und Flüssigkeit

Besonders wichtig ist diese Information, wenn bei Ihnen zusätzlich eine Chemotherapie durchgeführt wird!

Siegel und Zertifikate des Carl-Thiem-Klinikums

Das CTK ist bestrebt, ständig die Qualität der medizinischen Behandlung, die Patientenfreundlichkeit und den Service zu verbessern. Unsere Zertifikate und Qualitätssiegel sind für uns Meilensteine und Anerkennung unser bisherigen Bemühungen.