Leistungsspektrum

In einem breit gefächerten Leistungsspektrum wird die Strahlentherapie angeboten. Im Rahmen der medizinischen Behandlung bösartiger Erkrankungen stellt die Strahlentherapie/Radioonkologie eine der Hauptsäulen neben der operativen Behandlung und der systemischen Therapie (Chemotherapie) dar.

Die apparative Ausstattung erlaubt die Strahlenbehandlung für alle in Frage kommenden Krankheitsbilder und steht für alle Körperregionen zur Verfügung. Bei ausgewählten Erkrankungen wird auch eine simultane (kombinierte) Radio-Chemotherapie vorgenommen. Die Behandlung gutartiger Erkrankungen einschließlich entzündlicher Erkrankungen erfolgt überwiegend mit der Orthovolttherapie.

Prinzipiell kann eine Einteilung der Patienten bezüglich der Behandlungsstrategie erfolgen. Dementsprechend unterscheidet man die kurative/adjuvante und die palliative/symptomatische Therapie-Strategie. Ziel der kurativen/adjuvanten Strategie ist die vollständige Heilung des Patienten von der vorliegenden bösartigen Erkrankung. Bei der palliativen/symptomatischen Behandlungsstrategie wird hingegen die Lebensverlängerung mit akzeptabler Lebensqualität bzw. die Linderung bestehender Beschwerden bzw. deren Vorbeugung angestrebt. Entsprechend der verordneten Dosis sind  bis zu 45 einzelne Bestrahlungen nötig. In der Regel werden fünf bis sechs Fraktionen pro Woche appliziert.

Patienten können mit einer gezielten onkologisch-radiologischen Nachsorge rechnen.

Die Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie umfasst eine moderne Bettenstation mit 25 Planbetten. Neben vier Einzelzimmern stehen neun Zweibettzimmer und ein Dreibettzimmer zur Verfügung. Alle Zimmer sind mit Nasszelle, Telefon sowie TV/Radio ausgestattet. Die unmittelbare Nähe zu den Bestrahlungsgeräten garantiert kurze Wege zur Behandlung.

Ein Pflege-Team aus Krankenschwestern, Servicekräften und Auszubildenden kümmert sich professionell um die pflegerische Betreuung der Patienten. Hauptsächlich werden Patienten stationär behandelt, bei denen erkrankungsbedingt eine ambulante Therapie nicht durchführbar ist. Aber auch unvorhergesehene Nebenwirkungen oder die gleichzeitige Durchführung von Bestrahlung und medikamentöser Tumortherapie (Chemotherapie) sind Gründe für eine stationäre Behandlung. Durch eine begleitende Behandlung (z.B. Infusionen, Transfusionen o.Ä.) kann die Verträglichkeit einer onkologischen Behandlung zum Teil deutlich gebessert werden.

Auch von Patienten im fortgeschrittenem Alter, mit mehreren Nebenerkrankungen oder sehr beschwerlichen Anfahrtswegen wird die Möglichkeit der stationären Betreuung und der interdisziplinären Behandlung durch weitere Fachbereiche des Carl-Thiem-Klinikums sehr geschätzt. Die ganzheitliche Patientenbetreuung ist Ziel der Behandlung.

Die Medizinische Physik ist ein Teilgebiet der Angewandten Physik. Die Aufgaben und Ziele können dabei folgendermaßen unterteilt werden:

  • Anwendung physikalischer Konzepte und Methoden zum Verständnis des gesunden und kranken menschlichen Körpers
  • Entwicklung neuer, verbesserter Verfahren und Techniken zur Untersuchung und Behandlung von Patienten
  • Bereitstellung und Einsatz physikalischer Hilfsmittel in der klinischen Routine

Man findet Medizinphysiker in fast allen Bereichen der Medizin, wo sie als Partner der Ärzte arbeiten. Am offensichtlichsten ist diese Zusammenarbeit in der Strahlentherapie, Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin. Der Medizinphysiker ist dabei, wie es der Name vermuten lässt, an der Nahtstelle zwischen Medizin und Physik/Technik tätig.

Medizinphysikexperte (MPE)

Das Aufgabengebiet eines Medizinphysikexperten umfasst im klinischen Alltag die Bestrahlungsplanung und die Qualitätssicherung der Bestrahlungsgeräte. Die Bestrahlungsplanung erfolgt unter der Nutzung modernster bildgebender Verfahren und Bestrahlungsplanungssysteme. Diese erlauben die genaue Erfassung des Tumorgebietes und deren Randsäume. Die Anwendung präziser Bestrahlungstechniken ermöglicht eine adäquate Tumorbehandlung unter weitestgehender Schonung benachbarter Risikoorgane. Das gewährleistet eine hohe Tumorkontrollrate bei relativ guter Verträglichkeit und guten Therapieerfolgen.

Wie kann man MPE werden? 

Einem abgeschlossenen Hochschulstudium der Physik oder einem anderen naturwissenschaftlich-technischen Hochschulstudium schließt sich eine 24-monatige ganztätige praktische Tätigkeit unter Aufsicht eines erfahrenen MPE in einer strahlentherapeutischen, röntgendiagnostischen oder nuklearmedizinischen Einrichtung an. Zusätzlich werden Kurse zur Erlangung der Fachkunde an bestimmten benannten Stellen absolviert.

Aufgrund der zunehmenden Komplexität und Technisierung der Medizin, besonders der oben genannten Bereiche, nimmt die Bedeutung der Medizinischen Physik ständig zu und der Bedarf an Medizinphysikern steigt stetig.

In der Abteilung Medizinische Strahlenphysik sind derzeit vier Medizinphysikexperten beschäftigt. Durch sie wird die Klinik und Praxis für Radioonkologie und Strahlentherapie sowie das Institut für Radiologie und vertretungsweise die Klinik für Nuklearmedizin physikalisch-technisch betreut.

Kontakt:

Leiter Abteilung Strahlenphysik:
MPE/Dipl.-Phys., M.sc. Steffen Rochor
Telefon: (0355) 46-25 42
E-Mail: s.rochor(at)ctk.de

Stellvertretende Leiterin Strahlenphysik:
MPE/Dipl.-Ing., M.sc. Claudia Zweig
Telefon: (0355) 46-29 25
E-Mail: c.zweig(at)ctk.de

Klinikphysiker:
MPE/Dipl.-Physiker Matthias Kappa
Telefon: (0355) 46-28 81
E-Mail: m.kappa(at)ctk.de

Medizinphysiker:
MPE/Dipl.-Physiker Norbert Ständike
Telefon: (0355) 46-25 87
E-Mail: n.staendike(at)ctk.de

Siegel und Zertifikate des Carl-Thiem-Klinikums

Das CTK ist bestrebt ständig die Qualität der medizinischen Behandlung, die Patientenfreundlichkeit und den Service zu verbessern. Unsere Zertifikate und Qualitätssiegel sind für uns Meilensteine und Anerkennung unser bisherigen Bemühungen.