Behandlungsspektrum

Leistungskatalog:

Das Spektrum diagnostischer Leistungen der Klinik für Neurochirurgie umfasst alle Bereiche des Fachgebietes in sämtlichen Altersstufen.

Die Diagnostik wird erbracht in Zusammenarbeit mit den Instituten des Carl-Thiem-Klinikums (Mikrobiologisches und Klinisches Labor, Institut für Radiologie, Institut für Pathologie) und interdisziplinär mit anderen Kliniken (z.B. mit der Klinik für Neurologie, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin)

Folgende Diagnostik wird selbständig durchgeführt:

  • Intracranielle Hirndruckmessung
  • Transcranielle Dopplersonographie
  • Schnellschnitt-Labor für intraoperative Tumor-Quetschpräparate
  • Myelographien (CT-Myelographie)
  • Radiologische Diagnostik bei Shunt-Einstellungen
  • Katheter-Durchleuchtungen, auch mit Kontrastmittelfüllungen
  • Intraoperative Durchleuchtung, insbesondere bei Wirbelsäuleneingriffen
  • Sonstige umfangreiche intraoperative Diagnostik: siehe unter den jeweiligen Kapiteln des operativen Leistungskataloges

Das Spektrum operativer Behandlungen der Klinik für Neurochirurgie umfasst alle Bereiche des Fachgebietes in sämtlichen Altersstufen.

Daher ist der Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie zur vollen fachärztlichen Weiterbildung (6 Jahre) ermächtigt.

Die operativen Leistungen werden in Zusammenarbeit mit der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin erbracht. Dabei werden bei größeren Operationen postoperativ die Betten der interdisziplinären, operativen Intensivstation und Wachstation (IST bzw. IMC 1) genutzt.

  • Kopf/Gehirn: Intracranielle Eingriffe
  • Wirbelsäule/Rückenmark: Spinale Eingriffe
  • Periphere Nerven
  • Funktionelle Neurochirurgie
  • Pädiatrische Neurochirurgie

Behandlungsspektrum:

  • Eingriffe bei intracraniellen Tumoren im Bereich des Hirnschädels einschließlich der Tumore der Hypophysenregion, retrobulbäre Tumore im Bereich der Orbita
  • Infrarotgesteuerte Neuronavigation
  • Intraoperatives Fibertracking (Darstellung der Nervenbahnen im Gehirn in Verbindung mit der Neuronavigation)
  • Intraoperative Fluorenzenzmikroskopie bei malignen Hirntumoren (5-ALA)
  • Intraoperative Anwendung lokaler Chemotherapie (Zytostatika abgebende Wafer)
  • Intraoperative Angiographie mittels ICG-Fluoreszenzverfahrens
  • Multimodales intraoperatives Hirnnerven- und Hirnstamm-Monitoring
  • Eingriffe bei intracraniellen Gefäßmissbildungen (z.B. Aneurysmen, arteriovenöse Malformationen, cavernöse Hämangiome)
  • Eingriffe bei spontanen intracraniellen Blutungen ohne Gefäßmissbildung als Ursache
  • Intraoperative mikrovaskuläre Dopplersonographie bei hirngefäßchirurgischen Eingriffen
  • Liquorableitende Operationen bei Hydrocephalus jeglicher Genese: Passagere externe Ventrikeldrainagen, Shunt-Implantationen, magnetgesteuerte verstellbare Ventilsysteme
  • Neuroendoskopische Operationen, z.B. Ventrikulozisternostomie, intraventrikulären Zysten oder PE bei intraventrikulären Tumoren, Hypophysenadenome
  • Eingriffe bei kongenitalen Veränderungen, z.B. Arachnoidalzysten, Arnold-Chiari-Malformationen
  • Eingriffe bei entzündlichen Veränderungen, z.B. Hirnabszess, subdurales Empyem
  • Eingriffe bei Schädel-Hirn-Traumata, z.B. epiduralen, subduralen, traumatischen intracerebralen Blutungen, Impressionsfrakturen
  • Implantation von epiduralen, intraparenchymatösen und intraventrikulären Druckmesssonden
  • Intracerebrale Implantation von Multi-Parametersonden zur Messung von Temperatur, ICP, PtiO2, pH, Lactat, Glucose
  • Diagnostische Eingriffe, z.B. stereotaktisch geführte Probe-Biopsien bei verschiedenen intracraniellen tumorösen Prozessen (CT- oder MRT-gestützt), intracranielle Druckmessung
  • Eingriffe bei Tumoren im Bereich des Rückenmarks und der angrenzenden Anteile der Wirbelsäule
  • Eingriffe bei Gefäßmissbildungen im Bereich des Rückenmarks (z.B. arteriovenöse Malformation, durale arteriovenöse Fisteln)
  • Eingriffe bei Höhlenbildungen im Rückenmark (Syringomyelie, Syringobulbie, Hydromyelie) jeglicher Genese
  • Eingriffe bei kongenitalen Veränderungen, z.B. Arachnoidalzysten, Tethered-cord, Meningomyelocelen, diversen Spaltmissbildungen (z.B. Diastematomyelie)
  • Eingriffe bei degenerativen Erkrankungen aller Abschnitte der Wirbelsäule, z.B.
    Spinalkanalstenosen, Bandscheibenvorfälle, Instabilitäten (Spondylolisthesis)
  • Bandscheiben-Prothesen
  • Eingriffe bei entzündlichen Veränderungen im Bereich des Spinalkanals, z.B. epiduraler Abszess, Empyem, transorale Dens-axis-Resektion bei PCP einschließlich cranio-cervicaler Stabilisierungsoperation
  • Eingriffe bei spinalen Traumata mit Beteiligung nervaler Strukturen, alle Wirbelsäulenabschnitte betreffend, z.B. Dens-Frakturen, Wirbelkörper-kompressionsfrakturen, Luxationsfrakturen, discoligamentäre Instabilitäten
  • Intraspinale Blutungen
  • Stabilisierende Eingriffe in allen Wirbelsäulenabschnitten bei jeglicher Genese (ventrale Plattenstabilisation, Wirbelkörperersatz einschließlich transthorakalem und retroperitonealem bzw. transabdominellem Zugangsweg; von dorsal: transpedikuläre Verschraubung)
  • Spinale Navigation am LED-gesteuerten Röntgenbildwandler bzw. am präoperativ erstellten Spiral-CT-Bild
  • Diagnostische Eingriffe: Biopsien im Wirbelsäulen- und Rückenmarksbereich
  • Eingriffe bei Tumoren, z.B. Schwannomen (Neurinomen)
  • Eingriffe bei Engpass-Syndromen, z.B. Karpaltunnelsyndrom, Ulnarisrinnensyndrom, Tarsaltunnelsyndrom etc.
  • Eingriffe (Neurolyse, Nervennähte, Transpositionen) bei Verletzungen, z.B. Plexus-Schädigungen, Nervendurchtrennungen
  • Neuroablative Verfahren an peripheren Nerven (Alkoholinjektionen, Thermokoagulation)
  • Diagnostische Eingriffe, z.B. Nervus-suralis-Biopsien
  • Diagnostik: Intraoperative Neurostimulation
  • Eingriffe bei chronischen oder therapieresistenten Schmerzen, z.B. mikrovasculäre Dekompression der Radix N. trigemini (JANETTA-Operation), Thermokoagulation des Ganglion trigeminale bei Trigeminus-Neuralgie, Thermokoagulation im Bereich der Hinterwurzel-Eintritts-Zone („DREZ“-Operation) bei Deafferenzierungsschmerzen, z.B. bei Wurzelausrissen am Rückenmark
  • CT-gestützte Facetten-Infiltration und -Thermokoagulation bei pseudoradikulärem Schmerzsyndrom
  • Durchleuchtungsgestützte ISG-Infiltration und -Thermokoagulation bei therapieresistentem ISG-Syndrom
  • Stereotaktisch geführte Implantation von intracerebralen Sonden zur tiefen Hirnstimulation bei extrapyramidal-motorischen Bewegungsstörungen (M. Parkinson)
  • Implantation von intracerebralen Stimulationssonden, z.B. bei Thalamus-Schmerz
  • Implantation von intraspinalen Stimulationssonden, z.B. bei Postdiskektomie-Syndrom (SCS-Sonden)
  • Implantation von intrathekalen Kathetern sowie Ports und automatisierten Pumpen zur medikamentösen Behandlung von Schmerz, Spastik, entzündlichen und disseminierten tumorösen Erkrankungen
  • Diagnostik: Perioperative extracranielle und transcranielle Doppler-Sonographie

Zusätzlich zu der Leistungen der Erwachsenen-Neurochirurgie werden bei Kindern (auch bei Neugeborenen und Säuglingen) in Zusammenarbeit mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin folgende zusätzlichen Eingriffe durchgeführt:

  • Eingriffe bei Entwicklungsstörungen im Bereich des Hirnschädels: Craniosynostosen
  • Eingriffe bei Encephalocelen
  • Eingriffe bei Dandy-Walker-Malformationen
  • Eingriffe bei Spina bifida mit Meningocele oder Myelomeningocele, Lipomyelomeningocele, Dermalsinus, Tethered-cord-Syndrom, Diastematomyelie
Siegel und Zertifikate des Carl-Thiem-Klinikums

Das CTK ist bestrebt, ständig die Qualität der medizinischen Behandlung, die Patientenfreundlichkeit und den Service zu verbessern. Unsere Zertifikate und Qualitätssiegel sind für uns Meilensteine und Anerkennung unser bisherigen Bemühungen.