Weiterbildung zum Facharzt

Die systematische und strukturierte klinische Ausbildung ist Rückgrat einer Aus- und Weiterbildung in den von der Landesärztekammer Brandenburg vorgegebenen Zeiträumen. Diese beinhaltet alle notwendigen Säulen des Fachgebietes einer großen Chirurgischen Klinik (Allgemein- und Viszeralchirurgie, Tageschirurgie, Gefäßchirurgie, Thoraxchirurgie Kinderchirurgie und Septische Chirurgie) wie natürlich auch den gemäß den Anforderungen notwendigen Rotationen Unfallchirurgie, Zentrale Notaufnahme und Intensivmedizin. Der hierfür individuell anzuwendende Rotationsplan orientiert sich an dem jeweiligen Ausbildungsstand und natürlich an den Regularien der Landesärztekammer Brandenburg. Zusätzlich ist es unser besonderes Anliegen eine besondere Vertiefung von Wissen und neuesten Errungenschaften aus Klinik und Wissenschaft zu vermitteln, die sich im eigenen Curriculum (s.u.) der Chirurgischen Klinik widerspiegelt.

Eine strukturierte und planbare Aus- und Weiterbildung ist uns sehr wichtig. Hierfür werden alle verschiedenen Bereiche durch rotiert und es erfolgen regelmäßige Kontrollen des Ausbildungsstandes.

Chirurgische Aus-, Fort- und Weiterbildung

Jeden Montag findet in der Früh nach der Chirurgischen Übergabe eine interne interdisziplinäre Aus-, Fort- und Weiterbildung statt. Unter aktiver Anleitung erfolgt früh die Einbindung in dem Halten von Vorträgen, um auch die Ausdrucksweise, Vermittlung von Wissen zu schulen und um neue Erkenntnissen immer am Puls der Zeit zu vermitteln und sich zu erbarbeiten. Wöchentlich gibt es hierzu Fort- und Weiterbildungen

Monatliche Assistenten-Fortbildung

Monatlich erfolgen Assistenten-Fortbildungen, die die Assistentensprecher mit der Leitung der Chirurgischen Klinik planen. Die hier zu besprechenden Inhalte sind verschiedener Natur. Daher ist uns es wichtig, dass ein Einbringen der Assistenten hier aktiv getätigt wird, sodass diese wiederum den an sie gestellten Anforderungen gerecht werden können.

Kostenfreie Teilnahme an Symposien und Seminaren »LEBEN MIT KREBS«

Die Chirurgische Klinik als eine der tragenden Säulen des Viszeralonkologischen Zentrumn (VZ) hat 2016 erfolgreich Symposien und Seminare unter dem Motto »Leben mit Krebs« am Carl-Thiem-Klinikum etabliert, die ausnahmslos sehr gut besucht sind. Diese Veranstaltungen dienen Patienten, Ärzten, der Pflege und Studenten der Vermittlung eines inhaltlichen Schwerpunktes und sind von der Landesärztekammer Brandenburg CME-akkreditiert.

Rotation in die Pathologie

Die Chirurgische Klinik und das Viszeralonkologische Zentrum haben zusammen mit der Pathologie eine Ergänzung des „eigenständigen Curriculums der Chirurgie“ realisiert: alle Assistenzärzte der Chirurgischen Klinik durchlaufen eine Kurz-Rotation in der Pathologie. Dies dient dem gemeinsamen Miteinander, der Qualitäts-Erhöhung und –Sensibilisierung beider Fachbereiche, als Vorarbeit /Grundlage für in Planung befindlicher Chirurgische-Pathologische Konferenzen, zur Sensibilisierung der Notwendigkeit detailliert anzugebenden klinischer Informationen, zur Darlegung einer verbesserbaren Logistik mittels schon präoperativ anzulegender elektronischer Pathologie-Anforderungen und ermöglicht nachvollziehbare zukünftige Verbesserungen und Standardisierungen. Hierfür werden differenzierte Inhalte einer gesondert erstellten Checkliste vermittelt. Diese betreffen beispielsweise die Vermittlung der Notwendigkeit von SOPs, der unterschiedlichen zu untersuchenden Flüssigkeiten und / oder Geweben, Methoden und Fixierungsvorgängen, wie auch Befund-Besprechungen am Mikroskop.

Kostenfreie Teilnahme am Cottbuser Nahtkurs

Der COTTBUSER NAHT KURS der Chirurgischen Klinik wurde 2015 etabliert. Generell sind hier Zielgruppe sind sowohl Assistenten in Weiterbildung, als auch Medizinstudenten. Letzteren ermöglichen wir eine kostenfreie Teilnahme wenn sie in diesem Zeitraum in der Rotation der Chirurgischen Klinik befinden. Das Chirurgische Fach lebt von aktiver praktischer Aus-, Fort- und Weiterbildung. Wesentliches Rüstzeug stellen hierbei Inhalte eines theoretischen und praktischen Nahtkurses dar. Aktives Erlernen chirurgischer Fähigkeiten bedarf höchst professioneller, zuverlässiger und kompetenter und langfristig ausgerichteter Partner. Die im Jahre 2008 gegründete und für ihre langfristig ausgerichteten Ansätze bekannte THEODOR-BILLROTH-AKADEMIE© (TBA©) unterstützt dies mit ihrem internationalen Konsortium INCORE mit Know-how und wissenschaftlicher Expertise. Besonderer Dank gilt hier der Industrie, der DEUTSCHEN GESELLSCHAFT FÜR CHIRURGIE (DGCH) und der MEDIZINISCHEN GESELLSCHAFT OST-BRANDENBURG e.V. für ihre aktive Unterstützung. Das Carl-Thiem-Klinikum und seine Chirurgische Klinik möchten Teilnehmer ihre Expertise praktisch vermitteln und so beitragen aktive Aus-, Fort- und Weiterbildung zu tätigen. Assistenten, die erfolgreich den Cottbuser Nahtkurs absolviert haben, werden in den Folgejahren als Tutoren geschult und eingebunden.

Studenten

Durch Einführung von Weiterbildungscurricula gelingt es, die Fort- und Weiterbildung so zu strukturieren, sodass Standards festlegbar sind.. Ziel ist die Ausbildung für Medizinstudierende zu verbessern und langfristig eine qualitativ hochwertige Behandlungsqualität zu sichern. Darüber hinaus stellt das PJ (Praktische Jahr) auch eine Zielgerade zur Findung der künftigen ärztlichen  Berufsrichtung dar. Erreicht werden soll die Vertiefung und Umsetzung des bislang theoretisch und praktisch erworbenen Wissens im stationären, ambulanten und operativen Routine- und Notfallbetrieb. Den praktischen Aspekten ärztlicher Tätigkeit kommt hierbei ein ganz besonderer Stellenwert zu.

Es muss Betonung finden, dass Studenten keine „Laufburschen“ sind und auch nicht als Ersatz für fehlendes Personal dienen dürfen (oder können). Genau dieser Grundgedanke wurde schon ab 2008 in der „Theodor-Billroth-Akademie®“ und seinem 1.Modul der „Summer-School“ vorgelebt und sollte unbedingte Zielsetzung sein. Seitens der Lehrenden wird eine akademische Atmosphäre geschaffen, innerhalb derer es den Studierenden erleichtert wird, im klinischen Alltag Fuß zu fassen und auch ein Problembewusstsein für prä- und –klinische, wie auch wissenschaftliche Fragestellungen zu erlangen. Daher dient dieses Curriculum als Orientierung über Lern- und Lehrinhalte. Die Ausführungen stellen auf den ersten Blick vielleicht eine ideale Ausbildungssituation dar, die im klinischen Alltag, insbesondere in der Chirurgie, manchmal Akutsituationen angepasst werden muss. Um Unzufriedenheiten zu minimieren sollte von studentischer als auch ärztlicher Seite immer wieder das Gespräch hinsichtlich Verbesserung der Ausbildung und Abläufe gesucht werden.

Zusammenarbeit und Ausbildung lebt von Kommunikation und gegenseitigem Respekt und Achtung. Für die Studierenden im Praktischen Jahr beginnt ein elementarer neuer Ausbildungsabschnitt der sich wesentlich von dem vorhergehenden unterscheidet:

Verantwortung wird übertragen und Eigeninitiative wird zunehmend wichtiger. Letztere muss ebenso „gelehrt“ werden. Die Studierenden dürfen von den Tutoren Aufgeschlossenheit und Akzeptanz erwarten, umgekehrt erwarten diese von den PJ-Studentinnen/-studenten unter Belastung des Krankenhausalltags Kooperation und Mithilfe. Studierende sind in den Routinebetrieb Station und/oder Notaufnahme und / oder Sprechstunde(n) und/oder Operationssaal integriert.

Ziel hier ist es, die verschiedenen nachfolgenden Lernziele/ärztliche Fertigkeiten/Grundlagen in (Patienten-) Management/Problemdenken aber betriebswirtschaftliche Inhalte wie auch sozialer Kompetenz sich anzueignen und/oder zu vertiefen. Unter Aufsicht und Verantwortung des Chefarztes, eines verantwortlichen Oberarztes, sowie entsprechender Stationsarztes können schrittweise von den Studierenden nahezu alle ärztliche Tätigkeiten übernommen werden.

  • Professionelle Anamneseerhebung und Gesprächsführung
  • Schriftliche Dokumentation des Aufnahmebefundes
  • Fundierte Chirurgische und allgemein-körperliche Untersuchung
  • Präzise und kompakte Vorstellung des Patienten in systematischer Form (während den Visiten dem Stationsarzt, Oberarzt aber auch im Rahmen von Fallkonferenzen)
  • Schulung der manuellen Fähigkeiten, die für die Chirurgie unabdingbar sind:  Blutabnahmen und Anlage von peripheren Verweilkanülen, Verbandstechniken, steriles Arbeiten, Wundversorgung, Knoten, Nähen, Gipsen, Sonographie, Stoma-Versorgung zusammen mit Schwester-Station, als auch mindestens einmal im Tertial für den jeweiligen Studenten 1 ganzer Vormittag mit der Stomaschwester
  • Einsatz im OP als Assistent bei allen allgemein- und viszeralchirugischen Standardeingriffen sowie der Wundversorgung und Notfalloperationen
  • Planung und Organisation von apparativen Untersuchungen, Wertung der eingehenden Befunde, Erstellen eines Therapieplans
  • Schulung globaler Sichtweisen mittels Teilnahme an

    • morgendlichen Visiten (täglich),
    • morgendliche Dienst-Übergaben (täglich)
    • morgendliche Tumorkonferenzen (täglich),
    • sowie weiteren interdisziplinären Konferenzen, wie

      • Chirurgischer Journal-Club (2-wöchentlich)
      • Chirurgisch-pathologische Konferenz (2-wöchentlich)
      • Morbidity und Mortality Konferenz (4-wöchentlich)
      • Fallzahl Entwicklung (Quartalsweise)
      • Interne Brainstorming Konferenz (halbjährlich)

  • Erkennung spezieller chirurgischer Krankheitsbilder und Erlernung ihrer modernen Behandlungskonzepte
  • Kenntnisse über die pharmakologische Therapie chirurgischer Patienten.
  • Interpretation von Laborbefunden und bildgebender Diagnostik
  • Kontinuierliche Betreuung von Patienten von Aufnahme bis Entlassung, d.h. die prä-, peri- und postoperative Versorgung, inkl. Durchführung der Visiten (inklusive Schreiben von Arztbriefen)
  • Führung der Krankenakte
  • Kommunikation mit anderen interdisziplinären Fachgruppen
  • Einleitung von Reha-Maßnahmen
  • Teilnahme an der Konferenzen mit Radiologischer Demonstration der aktuellen bildgebenden Diagnostik der Notfälle und der prä- und postoperativen Patienten
  • Abfassung von Entlassungsbriefen
  • Fallcodierungen

Zusätzlich zur Standard-Literatur stehen allen Studenten die von der Chirurgischen Klinik erstellten Kurz-Skripte zur Verfügung. Diese beinhalten nachfolgende Themenkomplexe:

  • Chirurgie
  • Internistische Medizin
  • Tropenkunde
  • Infektiologie
  • Endokrinologie
  • Verletzungen/Traumata
  • Rheumatologie
  • Pathophysiologie
  • HNO
  • Anästhesie
  • Augenheilkunde
  • Neurologie
  • Orthopädie
  • Geschlechtsorgane Urologie
  • Geschlechtsorgane Gynäkologie
  • Hämatologie/Onkologie und
  • MKG

Chirurgische Normalstation

Auf den Stationen der Chirurgischen Klinik (Allgemein- und Viszeralchirurgie C3, Tageschirurgie Kl1, Gefäßchirurgie C4, Thoraxchirurgie C3, Kinderchirurgie K1KC und Septischen Chirurgie C2) sind die Studierenden fest in den Arbeitsablauf der Station einbezogen. Sofern sie sich nicht im Operationssaal befinden, nehmen die PJ-Studierenden an den Stationsvisiten teil. Diese Teilnahme darf nur in Ausnahmefällen durch andere Aufgaben behindert werden. Wenn eine andere Funktionseinheit einen PJ-Studenten „abziehen“ möchte, ist selbstverständlich hierbei dies mit obigen Verantwortlichkeiten Rücksprache zu halten. Dieses soll gewährleisten, dass die Verantwortung für den Studenten der Station übertragen ist und diese ein „Ausnutzen“ rechtzeitig unterbindet. Jeder Studierende im PJ ist für 2-4 Patienten auf Station zuständig, d.h. er erhebt die Anamnese eigenständig, führt die ihm möglichen klinischen Untersuchungen aus und legt in Absprache mit den Assistenz-, Fach und / oder Oberärzten den weiteren Diagnostik- und Therapieplan fest. Die schriftlich fixierten Ergebnisse sind in späterem Brief zu dokumentieren und dem Stationsarzt vorzulegen, der eventuelle Ergänzungen und Korrekturen macht. Es wird erwartet dass die PJ-Studierenden nicht nur Lehrbücher, sondern auch Zeitschriften und elektronische Medien zur Information heranziehen. Es ist ausdrücklich gewünscht dass auch Studierende im PJ in der täglichen Visite-, Fall- und Röntgenbesprechung Patienten vorstellen, da das Präsentationsvermögen eines der angestrebten Ausbildungsziele in der Chirurgie darstellt und so früh und so oft wie möglich geübt werden sollte. Da einem Schwerpunktversorgungsklinikum, wie dem des Carl-Thiem-Klinikums auch seltene Diagnosen vorkommen, ist es anzustreben, diese den PJ-Studenten auch bezüglich einer Kurzreferierung während der Visite (ca. 3-5 Minuten) aufzutragen (ohne Hilfsmittel, wie Diapositive, schriftliche Unteralgen etc.). Darüber hinaus umfassen die Aufgaben auf Station nach ärztlicher Anleitung tägliche Blutentnahmen, intravenöse Injektionen und das Legen von intravenösen Verweilkanülen, sowie das Wechseln von Verbänden und die Beurteilung von Wunden.


Zentrale Notaufnahme

In der Zentralen Notaufnahme werden durch niedergelassene Ärzte bzw. Zuweiser teils vordiagnostizierte und primäre Patienten mit akuten und chronischen Erkrankungen vorgestellt. Von den Ärzten der Zentralen Notaufnahme wird die weiterführende Diagnostik veranlasst und der Patient gegebenenfalls stationär aufgenommen und /oder die therapeutischen und/oder Operationsindikation gestellt. Fester Bestandteil ist die Erhebung einer Anamnese und einer klinischen Untersuchung mit sich anschließender schriftlicher Dokumentation und Referierung an den Assistenz-, Fach und / oder Oberarzt. Studierende haben (wie überall in ihrem Status als PJ-Student) nicht nur seitens Vorgaben im Curriculum  eine Vorgabe, damit sie eine gute Ausbildung genießen, sondern auch Pflichten. Die Studierenden sollen  einen Einblick in diagnostische Verfahren wie Sonographie, Endoskopie von Speiseröhre, Magen und Kolon  (in der gastroenterologischen und chirurgischen Endoskopie), sowie proktologische Untersuchungen gewinnen. Sollte ein Patient als Polytrauma/Schockraum-Patient eingewiesen werden und z.B. direkte schnelle Diagnostica (wie CT, Sono, Endoskopie) notwendig sein, sollte der verantwortliche chirurgische Arzt dafür Sorge tragen, dass der PJ-Student diese weiter begleitet, damit er an dem aktuellen Fall die Gründe für Diagnostik und/oder Einleitung einer sofortigen therapeutischen Konsequenz internalisieren kann. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, an Spezialsprechstunden teilzunehmen. Zudem werden Patienten die leichte bis schwerwiegende frische Verletzungen erlitten haben eingewiesen. Das Spektrum umfasst die einfache Wundversorgung bis zur Versorgung des schweren Polytraumas. Erneut ist darauf hinzuweisen, dass das gesamte Schockraummanagement der Zentralen Notaufnahme obliegt. Dem Studierenden soll so ein Einblick in die Akut-Traumatologie, das interdisziplinäre Management des polytraumatisierten Patienten, sowie die weiterführende operative Behandlung gegeben werden. Das Miteinander verschiedener Disziplinen ist unabdingbar, um die bestmögliche Diagnostik und Therapie für den jeweiligen individuellen Patienten zu erzielen.


OP-Bereich

Der Einsatz im Operationsbereich umfasst überwiegend die 2. und 3. Assistenz, bei kleineren, mittleren und großen chirurgischen Eingriffen, aber auch die 1. Assistenz. Es besteht keinerlei juristisches Hemmnis, auch PJ-Studenten unter Anleitung eines jeweiligen Facharztes auch Eingriffe, wie Appendektomien und / oder Lipom-Entfernungen durchführen zu lassen. Die Verantwortung obliegt natürlich dem jeweiligen Facharzt für Chirurgie bzw. dem Facharzt für Viszeralchirurgie, Gefäßchirurgie, Thoraxchirurgie, Kinderchirurgie oder Septischen Chirurgie. Durch die Mitwirkung im Sterilbereich ergibt sich die Möglichkeit die operativen Abläufe unmittelbar mitzuerleben. Auch hier sind die Studenten angehalten, sich nicht auf das Halten der Wundhaken  zu reduzieren, sondern durch aktive Mitarbeit und Fragen (während der Operation) die Zeit zu nutzen, entsprechende Kenntnisse zu erwerben und/oder zu vertiefen. Da bei den Operationen grundsätzlich ein Facharzt anwesen ist, ist hier stets ein kompetenter Ansprechpartner vorhanden. Umgekehrt kann erwartet werden, dass Studierende im PJ über die Anatomie und die Prinzipien der durchzuführenden Operation informiert sind. Dies bedeutet auch, dass den PJ-Studenten am Tag vor dem Einsatz im Operationssaal mitgeteilt wird, welchen Eingriff sie am Folgetag assistieren, damit sie sich adäquat vorbereiten können. Zudem werden sie in die Regeln der Asepsis und des Verhaltens in einem OP-Saal eingeführt. Studierende können während der Operationen ebenfalls kleinere Verrichtungen wie Knoten und Hautnähte üben, das wesentliche Ziel ist jedoch, die Größe und Tragweite eines chirurgischen Eingriffes kennen- und abschätzen zu lernen. Zu erwähnen ist, das dem OP-Personal Folge zu leisten ist.


Wöchentliches nachmittagliches eigenes Chirurgisches PJ-Seminar

Der Einsatz im Operationsbereich umfasst überwiegend die 2. und 3. Assistenz, bei kleineren, mittleren und großen chirurgischen Eingriffen, aber auch die 1. Assistenz. Es besteht keinerlei juristisches Hemmnis, auch PJ-Studenten unter Anleitung eines jeweiligen Facharztes auch Eingriffe, wie Appendektomien und/oder Lipom-Entfernungen durchführen zu lassen. Die Verantwortung obliegt natürlich dem jeweiligen Facharzt für Chirurgie bzw. dem Facharzt für Viszeralchirurgie, Gefäßchirurgie, Thoraxchirurgie, Kinderchirurgie oder Septischen Chirurgie. Durch die Mitwirkung im Sterilbereich ergibt sich die Möglichkeit die operativen Abläufe unmittelbar mitzuerleben. Auch hier sind die Studenten angehalten, sich nicht auf das Halten der Wundhaken  zu reduzieren, sondern durch aktive Mitarbeit und Fragen (während der Operation) die Zeit zu nutzen, entsprechende Kenntnisse zu erwerben und/oder zu vertiefen. Da bei den Operationen grundsätzlich ein Facharzt anwesen ist, ist hier stets ein kompetenter Ansprechpartner vorhanden. Umgekehrt kann erwartet werden, dass Studierende im PJ über die Anatomie und die Prinzipien der durchzuführenden Operation informiert sind. Dies bedeutet auch, dass den PJ-Studenten am Tag vor dem Einsatz im Operationssaal mitgeteilt wird, welchen Eingriff sie am Folgetag assistieren, damit sie sich adäquat vorbereiten können. Zudem werden sie in die Regeln der Asepsis und des Verhaltens in einem OP-Saal eingeführt. Studierende können während der Operationen ebenfalls kleinere Verrichtungen wie Knoten und Hautnähte üben, das wesentliche Ziel ist jedoch, die Größe und Tragweite eines chirurgischen Eingriffes kennen- und abschätzen zu lernen. Zu erwähnen ist, das dem OP-Personal Folge zu leisten ist.

Die Chirurgische Klinik hat erhebliche Anstrengungen unternommen eine strukturierte und kontinuierliche Ausbildung der Studierenden im Praktischen Jahr zu gewährleisten. Die Ergebnisse anderweitiger Umfragen und Bewertungen durch Studierende, welche zuvor extern, wie aber auch intern kritische Sichtweisen zur Verbesserung der Ausbildung von Studenten zur Folge hatte, zeigen, das der richtige Weg eingeschlagen wird. Relevant ist die auch die Vermittlung nicht seitens PJ-Studierender entsprechende Erwartungshaltungen verbalisieren zu können, sondern simultan die Vermittlung an alle Beteiligten (Ärzte, Pflegepersonal und Studenten), dass Respekt und Achtung im Miteinander die Grundlage des Arbeiten im Teams ist. Zudem haben auch Studenten Pflichten. Am Ende der Ausbildung sollen die Studierenden alle wesentlichen Inhalte und Verfahrensweisen der verschiedenen Fachbereiche der Chirurgischen Klinik (Allgemein- und Viszeralchirurgie C3, Tageschirurgie Kl1, Gefäßchirurgie C4, Thoraxchirurgie C3, Kinderchirurgie K1KC und Septischen Chirurgie C2) kennen gelernt haben. Zudem sollen sie auch auf alle organisatorischen Erfordernisse ihrer späteren ärztlichen Tätigkeit vorbereitet werden. Durch die Struktur und Art der wöchentlichen PJ-Fortbildungen ist gewährleistet, dass das breite Spektrum der Chirurgie, aber sich seiner angrenzenden Querschnittsfächer im Sinne des interdisziplinären Denken und Arbeiten „gelehrt“ werden. Aus diesen oben zusammengefassten Ausbildungszielen ergibt sich zwangsläufig, dass die PJ-Studierenden entsprechend ihrer Einbindung in der Klinik einerseits „Routineaufgaben“ im Rahmen des Klinikalltags ausführen. Diese „Routineaufgaben“ sind ein großer Bestandteil einer jeglichen klinischen ärztlichen Tätigkeit. Die Chirurgische Klinik legt aber ausdrücklichen höchsten Wert darauf, dass Studierende nicht nur zu Hilfsdiensten missbraucht werden. Obwohl durch den Arbeitsaufwand in einem Krankenhaus der Schwerpunktversorgung, die ärztlichen Mitarbeiter unter einer großen Belastung stehen, ist erkennbar, dass zu Dienstaufgaben auch die Aus- und Weiterbildung gehört.

Siegel und Zertifikate des Carl-Thiem-Klinikums

Das CTK ist bestrebt ständig die Qualität der medizinischen Behandlung, die Patientenfreundlichkeit und den Service zu verbessern. Unsere Zertifikate und Qualitätssiegel sind für uns Meilensteine und Anerkennung unser bisherigen Bemühungen.