Hinweise für Überweiser

Bei Untersuchungen, die eine intravenöse Gabe eines Kontrastmittels erfordern (MRT, CT, Angiographie, Phlebographie), ist es wichtig, dem Untersucher in der radiologischen Diagnostik die aktuellen Laborwerte mitzuteilen. Bei Röntgen-Kontrastmitteln interessieren die aktuellen Schilddrüsen- (TSH basal) und Nierenretentionswerte (GFR) und bei MRT-Kontrastmitteln nur die Nierenretentionswerte (GFR).

Es werden keine Schilddrüsenwerte benötigt, wenn:

  • der/die Patient/in jünger als 45 Jahre ist
  • keine Struma tast- und sichtbar ist
  • keine klinischen Zeichen der Überfunktion vorliegen (Anamnese!)

Bei normalen Nierenfunktionswerten (GFR mindestens 60 ml/min/1,73m2 ) kann die Metforminbehandlung fortgeführt werden.

Bei einer GFR von mindestens 45  ml/min/1,73m2 und geplanter intravenöser Kontrastmittelgabe kann die Metforminbehandlung fortgeführt werden.

Metforminhaltige Medikamente sind bei bestehender Niereninsuffizienz (GFR unter 30-44  ml/min/1,73m2) mindestens 48 Stunden vor der Gabe von Röntgen-Kontrastmitteln abzusetzen, wenn eine intraarterielle oder intravenöse Kontrastmittelgabe geplant ist. Vorausgesetzt, die Nierenfunktion hat sich nicht verschlechtert, darf die Metformingabe erst nach 48 Stunden wieder aufgenommen werden.

Bei Gadoliniumhaltigen Kontrastmitteln und Metformin sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen notwendig.

Generell gilt: Wenn ein Patient normal isst, kann er auch bariumhaltiges oder jodhaltiges Kontrastmittel trinken.

Vor der Gabe Gadoliniumhaltiger Kontrastmittel sollte möglichst ein aktueller GFR-Wert vorliegen.

Siehe auch: ESUR Leitlinien Kontrastmittel (www.esur.org)

Siegel und Zertifikate des Carl-Thiem-Klinikums

Das CTK ist bestrebt, ständig die Qualität der medizinischen Behandlung, die Patientenfreundlichkeit und den Service zu verbessern. Unsere Zertifikate und Qualitätssiegel sind für uns Meilensteine und Anerkennung unser bisherigen Bemühungen.