Diagnostik und Behandlung im Hautkrebszentrum

Jährlich erkranken in Deutschland etwa 18.000 Menschen an einem malignen Melanom (Schwarzer Hautkrebs). Die Erkrankungsrate hat sich seit den 1980er Jahren verdreifacht. Das Risiko, im Laufe des Lebens ein Malignes Melanom zu entwickeln, liegt in Deutschland bei 1:500. Der größte Risikofaktor stellt übermäßige UV-Strahlung durch die Sonne und durch Solarien dar. UV-Strahlung schädigt die Erbsubstanz der Zellen, sodass Krebszellen entstehen können. Insbesondere Menschen mit einem hellen Hauttyp (blonde oder rote Haare und blaue Augen) sind gefährdet. Etwa 10% der Malignen Melanome treten auch erblich bedingt auf.


Prophylaxe

Patienten sollten Solarien meiden und Sonnenschutz durch Kleidung, Sonnenbrille und Sonnenschutzmittel (Lichtschutzfaktor > 25) betreiben. Außerdem sollten Sie am Hautkrebs-Screening bei Hautärzten oder speziell ausgebildeten Hausärzten alle zwei Jahre teilnehmen und Selbstbeobachtungen von bestehenden Pigmentmalen durchführen. Bei Veränderungen sollten ärztliche Kontrollen erfolgen.


Diagnosesicherung

Es erfolgt zunächst die sorgfältige Untersuchung der Haut des kompletten Körpers mit Hilfe eines Auflichtmikroskops. Dies ist schmerz- und nebenwirkungsfrei. Verdächtige Flecken werden dann in örtlicher Betäubung herausgeschnitten und die Gewebeprobe im Labor untersucht. Nur so kann man eine sichere Diagnose stellen. Falls sich die Diagnose bestätigt sind je nach Tumordicke eventuell noch weitere Untersuchungen wie Röntgen, Ultraschall, Blutuntersuchungen oder Computertomographie notwendig.


Therapie

Die Therapieform hängt von den Ergebnissen aller Untersuchungen ab. Prinzipiell stehen operative als auch medikamentöse Therapieverfahren zur Verfügung. Wenn möglich werden wir immer zunächst versuchen, den Tumor komplett operativ zu entfernen. Bei Tumoren im Anfangsstadium (Tumordicke bis 0,75mm) ist die alleinige operative Therapie ausreichend. Bei dickeren Tumoren müssen in der Regel auch die nächstliegenden Lymphknoten entfernt werden. Falls der Tumor operativ nicht komplett entfernt werden kann oder bereits Absiedlungen in anderen Organen bestehen, führen wir eine Chemotherapie oder eine Therapie mit modernen Medikamenten, die in die Signalwege der Krebszellen eingreifen, durch. Auf jeden Fall veranlassen wir regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen.

Jährlich erkranken in Deutschland etwa 80.000 Patienten neu an einem Basalzellkarzinom. Dies ist die häufigste Form des Hautkrebses. Blonde bzw. rothaarige Personen haben ein deutlich höheres Risiko als dunkelhaarige Personen. Der größte Risikofaktor stellt übermäßige UV-Strahlung durch die Sonne und durch Solarien dar. Außerdem können Basalzellkarzinome durch eine Exposition mit Arsen oder durch die jahrelange Einnahme immunsuppressiver Medikamente (bestimmte Medikamente nach Organtransplantationen oder Autoimmunerkrankungen) verursacht werden. Hauptsächlich treten die Basalzellkarzinome zwischen dem 6. und 8. Lebensjahrzent auf. In den letzten Jahren treten aber immer mehr dieser Tumore bereits in früheren Lebensjahren auf. Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen.


Klinisches Aussehen

Basalzellkarzinome zeigen sich als rote bis hautfarbene Knoten, die oft am Rand kleine Gefäße zeigen, teilweise zu Blutungen neigen und an Größe zunehmen. 80 Prozent finden sich am Kopf und am Hals. Prinzipiell können Basalzellkarzinome aber überall am Körper auftreten.


Diagnosesicherung

Es erfolgt zunächst die sorgfältige Untersuchung der Haut des kompletten Körpers. Verdächtige Flecken werden dann in örtlicher Betäubung herausgeschnitten und die Gewebeprobe im Labor untersucht. Nur so kann man eine sichere Diagnose stellen.


Therapie

Die Therapie der Wahl ist die operative Entfernung. Je nach Größe des entstehenden Defektes ist anschließend ein plastischer Verschluss notwendig. Bei klinisch unscharf begrenzten Tumoren wird der plastische Verschluss erst nach Erhalt des histopathologischen Ergebnisses erfolgen, da mikroskopisch sichergestellt werden muss, dass der Tumor komplett entfernt ist. Tumorentfernung und Verschluss erfolgen zu 95% in örtlicher Betäubung. Bei sehr ausgedehnten Tumoren kann dies auch in Vollnarkose erfolgen. In seltenen Fällen, bei denen eine Operation nicht in Betracht kommt, werden wir eine Bestrahlungstherapie durchführen. Das Risiko einer Metastasierung beträgt etwa 0,1 Prozent, sodass keine Chemotherapie notwendig ist. Auf jeden Fall veranlassen wir regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen.

Jährlich erkranken in Deutschland etwa 24.000 Patienten neu an einem Plattenepithelkarzinom. Blonde bzw. rothaarige Personen haben ein deutlich höheres Risiko als dunkelhaarige Personen. Der größte Risikofaktor stellt übermäßige UV-Strahlung durch die Sonne und durch Solarien dar. Plattenepithelkarzinome können auch an nicht-sonnenexponierten Stellen der Haut auftreten. Hierbei spielen oft bestimmte Viren (HPV) eine Rolle. Außerdem können Plattenepithelkarzinome auch durch eine Exposition mit Ruß, Pech oder Teer sowie durch die jahrelange Einnahme immunsuppressiver Medikamente (bestimmte Medikamente nach Organtransplantationen oder Autoimmunerkrankungen) verursacht werden. Hauptsächlich treten die Plattenepithelkarzinome im höheren Lebensalter auf. Männer sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Frauen.


Klinisches Aussehen

Plattenepithelkarzinome zeigen sich als derbe, rote bis hautfarbene Knoten, die oft eine starke Hornhautbildung zeigen und an Größe zunehmen. Teilweise sehen die Tumore wie Warzen aus. 90 Prozent finden sich am Kopf und am Hals, insbesondere an den Ohren, der Lippe und an der Stirn. Prinzipiell können Plattenepithelkarzinome aber überall am Körper auftreten.


Diagnosesicherung

Es erfolgt zunächst die sorgfältige Untersuchung der Haut des kompletten Körpers. Verdächtige Flecken werden dann in örtlicher Betäubung herausgeschnitten und die Gewebeprobe im Labor untersucht. Nur so kann man eine sichere Diagnose stellen. Bei der Bestätigung der Diagnose erfolgt noch ein Ultraschall der Lymphknoten.


Therapie

Die Therapie der Wahl ist die operative Entfernung mit drei bis fünf Millimeter Sicherheitsabstand mit plastischem Verschluss in örtlicher Betäubung. Bei sehr ausgedehnten Tumoren kann dies auch in Vollnarkose erfolgen. Weiterhin wird bei sehr ausgedehnten Tumoren der sogenannte Schildwächter-Lymphknoten entfernt. In seltenen Fällen, bei denen eine Operation nicht in Betracht kommt, werden wir eine Bestrahlungstherapie durchführen. Das Metastasierungsrisiko beträgt je nach Tumordicke null Prozent (Tumor weniger als zwei Millimeter tief) bis 20 Prozent (Tumor mehr als sechs Millimeter tief). Eine Chemotherapie ist nur bei einer Metastasierung notwendig.  Auf jeden Fall veranlassen wir regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen.

Siegel und Zertifikate des Carl-Thiem-Klinikums

Das CTK ist bestrebt, ständig die Qualität der medizinischen Behandlung, die Patientenfreundlichkeit und den Service zu verbessern. Unsere Zertifikate und Qualitätssiegel sind für uns die Anerkennung unserer bisherigen Bemühungen.