Diagnostik für das neuartige Coronavirus (2019 vCoV) am CTK etabliert

Die Diagnostik für das neuartige Coronavirus (nCoV 2019) ist jetzt auch am CTK etabliert, überwiegend mit dem Ziel, schnell eine Differentialdiagnose stellen zu können. „Diese wird aber nur durchgeführt, wenn es sich um einen begründeten Verdachtsfall handelt.“ erklärt Frau PD Dr. med. H. Peltroche, Chefärztin der Mikrobiologie und Krankenhaushygiene. 

Das CTK verfügt über eine Mikrobiologie mit modern ausgestattetem PCR-Labor. Hier werden pro Jahr ca. 10.000 mikrobiologische Materialien untersucht und ca. 100.000 diagnostische Tests durchgeführt, insbesondere mit virologischen Fragestellungen. Dieser Bereich ist, ebenso wie die Bakteriologie, aufwendig nach DAkkS (Deutsche Akkreditierungsstelle) für 52 molekulardiagnostische Teste mit ca. 100 Erregern akkreditiert.

Die virologische Diagnostik für das neuartige Coronavirus (nCoV 2019) wurde jetzt ebenfalls etabliert. Sie folgt dem Protokoll der WHO, welches seitens der Virologie an der Charité entwickelt wurde.

Zum einen sollen am CTK begründete Verdachtsfälle umgehend abgeklärt werden. Hierbei handelt es sich um Personen, welche Kontakt mit einem diagnostisch bestätigtem Infizierten oder Erkrankten, mit entsprechenden klinischen Symptomen, aus den Risikogebieten Chinas hatten. So verkürzt sich für die Betroffenen die Wartezeit auf das Befundergebnis erheblich, da ein Versand des Untersuchungsmaterials in entlegenere Speziallabore oder direkt zur Charité entfällt. Zum anderen soll schnellstmöglich auch den aus China nach Deutschland Zurückkehrenden eine Sicherheit durch einen umgehenden Negativbefund geboten werden. Für Reiserückkehrer aus China gilt die Empfehlung, 14 Tage häusliche Quarantäne einzuhalten und am Ende dieser Zeit erneut die Diagnostik durchzuführen. Hierzu sollte Rücksprache mit dem Gesundheitsamt der jeweiligen Region gehalten werden.

„Wir gehen jedem Verdachtsfall nach und sind für einen Erkrankungsfall gerüstet“, bestätigt Frau Dr. Peltroche. Sie weist aber auch nochmals darauf hin, dass Angst und Ignoranz unsere größten Gegner im Kampf gegen Viren sind. Derzeit erkranken mehr Menschen an Influenza und versterben sogar daran, als dies für das Coronavirus der Fall ist.

Viren werden auch über die Hände übertragen; daher kann sich jeder einzelne durch entsprechende Händehygiene schützen.

 

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