Tarifvertragsabschluss des CTK mit dem Marburger Bund:
Ärztlicher Bereitschaftsdienst wird besser vergütet
Pressemitteilung
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03.11.2008
Der ärztliche Bereitschaftsdienst im Carl-Thiem-Klinikum Cottbus wird rückwirkend ab 1. Oktober 2008 nach einem neuen Tarifvertrag vergütet. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund und das CTK haben sich darauf geeinigt, den mehr als 300 Ärztinnen und Ärzten höhere Bereitschaftdienstentgelte zuzusichern.
„Wir bauen auf motivierte und leistungsbereite Ärztinnen und Ärzte, die gemeinsam mit allen anderen Klinikumsmitarbeitern unseren Versorgungsauftrag in höchster Qualität erfüllen. Das ist Inhalt unserer Unternehmensphilosophie, die ‚wir im Thiem’ täglich umsetzen“, sagte dazu CTK-Geschäftsführerin Heidrun Grünewald. Der Tarifabschluss, der eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2010 habe, sei dabei ein wichtiger Baustein.
Rückwirkend zum 1. Oktober erhalten Assistenzärzte für die als Arbeitszeit gewertete Zeit des Bereitschaftsdienstes 25 Euro pro Stunde, Fach- und Oberärzte erhalten 32 Euro und leitende Oberärzte 34 Euro pro Stunde. Damit liegen die Bereitschaftsdienstentgelte am Carl-Thiem-Klinikum über denen, die in den kommunalen Krankenhäusern Deutschlands gezahlt werden.
Neben höheren Bereitschaftsdienstentgelten vereinbarten die Tarifpartner auch, die Bereitschaftsdienste in zwei Stufen zusammen zu fassen. Bereitschaftsdienste der Stufe I, die eine maximale Arbeitsbelastung von 40 Prozent nicht überschreiten dürfen, werden zu 90 Prozent als Arbeitszeit gewertet. In der Stufe II, die eine maximale Belastung bis zu 49 Prozent vorsieht, beträgt die Arbeitszeitbewertung 95 Prozent.
Zudem verständigte man sich auf die Einführung einer Aufwandsentschädigung für Medizinstudenten im Praktischen Jahr (PJ) in Höhe von monatlich 400 Euro. Bisher mussten die Medizinstudenten ihr PJ im Krankenhaus unentgeltlich erbringen.
„Den Tarifpartnern ist es gelungen, mit dem Abschluss die Arbeitsbedingungen für die Ärzte im CTK weiter zu verbessern“, hob der Vorsitzende des MB Landesverbandes Berlin/Brandenburg, Dr. Kilian Tegethoff, hervor. Dies sei auch ein „nicht unwesentlicher Wettbewerbsvorteil“ in Zeiten eines zunehmenden Ärztemangels, der überall in den ostdeutschen Kliniken spürbar sei.