Die guten Wünsche von Brandenburgs Gesundheitsministerin Dagmar Ziegler begleiten Prof. Dr. Thomas Eichhorn, Chefarzt der HNO-Klinik des Carl-Thiem-Klinikums Cottbus, bei seiner am Sonntag beginnenden ärztlichen Mission, die ihn an die Kinderklinik im nordossetischen Wladikawkas führt. Die Ministerin kam am Freitag eigens zur Verabschiedung von Prof. Eichhorn ins Klinikum.
Der anerkannte Spezialist wird im Rahmen einer von Berliner Ärzten organisierten Hilfsaktion Kinder behandeln, die während des Geiseldramas von Beslan schwerste Schäden am Trommelfell davongetragen hatten. Zur Erinnerung: Tschetschenische Terroristen hatten am 1. September 2004 in einer Schule in Beslan (Nordossetien) rund 1 500 Menschen in ihre Gewalt gebracht. Am 3. September kam es zu Schießereien, Explosionen und schließlich zur Erstürmung der Schule durch Militär, bei der Hunderte Menschen, vor allem auch Kinder, ihr Leben ließen. Viele trugen schwere Verletzungen davon.
Innerhalb einer Woche werden Prof. Eichhorn und die ihn begleitenden Mitarbeiterinnen 12 junge Patienten behandeln.
Die Kosten für diese medizinische Hilfe tragen Kindernothilfe und Diakonie sowie private Initiativen. Bis vor wenigen Tagen weilte eine russische HNO-Ärztin im Carl-Thiem-Klinikum, um sich Spezialkenntnisse anzueignen. Inzwischen trifft sie in Wladikawkas die Vorbereitungen zum effektiven Einsatz der Experten aus Deutschland.
HNO-Experte aus Cottbus reist nach Nordossetien:
Hilfe für Opfer des Geiseldramas von Beslan
Pressemitteilung
| 20.10.2006