Ergebnisse einer umfangreichen Studie zur Sexualität
des Mannes in Ostdeutschland in Cottbus vorgestellt

Erektionsstörungen nach Altersgruppen
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Erektionsstörungen nach Altersgruppen
Mit der Präsentation einer umfangreichen Studie zur Erektilen Dysfunktion im brandenburgischen Cottbus liegen erstmals Daten zur männlichen Sexualität und deren Störungen aus den neuen Bundesländern vor. Am heutigen Mittwoch stellt die Studiengruppe, die aus Cottbuser Klinik- und niedergelassenen Ärzten besteht, die Ergebnisse erstmals einer breiten Öffentlichkeit vor.

Wie Dr. med. Bernd Hoschke, Chefarzt der Urologischen Klinik des Carl-Thiem-Klinikums Cottbus und Mitglied der Studiengruppe, mitteilte, wurde deutlich, dass die Erektile Dysfunktion mit zunehmendem Alter eine große Rolle spielt. In der Altersgruppe der über 70-Jährigen tritt sie bei rund 90 Prozent auf. Es wurde aber auch deutlich, dass nur ein geringer Teil der Befragten bei derartigen Störungen ärztliche bzw. auch medikamentöse Behandlung in Anspruch nimmt. Dabei gab der größte Teil der Befragten an, dass dieses Leiden behandelbar sei. Vor allem der Urologe wurde als Ansprechpartner in Falle einer solchen Störung genannt. Wie Dr. Hoschke hervorhob, sollten auch Hausärzte angesichts des zunehmenden Alters ihrer Patienten verstärkt nach Sexualstörungen fragen. Besonders bereits bestehende Erkrankungen wie Diabetes oder des Herzens und des Kreislaufs haben Einfluss auf die Sexualität und beeinträchtigen sie spürbar, wie die Studienergebnisse zeigen.

Im Jahre 2004 waren 10 000 Cottbuser Männer zwischen 18 und 79 Jahren, das sind 25 Prozent der männlichen Einwohner, per Zufallsgenerator ausgewählt worden. Sie hatten Fragebögen mit der Bitte um Beantwortung erhalten. Nach Rücksendung der Fragebögen wurden diese über einen Scanner eingelesen und in Zusammenarbeit mit dem Institut für Mathematik der BTU Cottbus ausgewertet.
Mit einer Rücklaufquote von rund 30 Prozent entspricht das Ergebnis wissenschaftlichen Anforderungen. Während nur 25 Prozent der jüngeren Männer – bis 29 – den Fragebogen ausgefüllt zurücksandten, war das Interesse an der Thematik naturgemäß bei den älteren Männern größer, bei der Gruppe zwischen 70 und 79 Jahren lag die Rücklaufquote um die 50 Prozent.