Sie befinden sich hier:

Carl-Thiem-Klinikum stellt Ergebnisse des Jahres 2007 vor
Erfolgreiche Arbeit, aber Kostendruck erfordert erhöhte Anstrengungen

CTK-Geschäftsführerin Heidrun Grünewald und Oberbürgermeister Frank Szymanski
Foto:: ramisch/ctk
Zoom
 + 
CTK-Geschäftsführerin Heidrun Grünewald und Oberbürgermeister Frank Szymanski
Foto:: ramisch/ctk
Mit mehr als 99 000 stationären und ambulanten Patienten hat das Carl-Thiem-Klinikum Cottbus im Jahr 2007 das Vorjahresergebnis um über 2 000 überschritten. Auch die 1 015 Geburten lagen über denen von 2007, erstmals nach der Wende wurde wieder die 1 000 überschritten. Diese und andere Zahlen präsentierte CTK-Geschäftsführerin Heidrun Grünewald bei einer Pressekonferenz, an der auch Frank Szymanski, Oberbürgermeister von Cottbus, sowie Abgeordnete aller Fraktionen und Aufsichtsratsmitglieder teilnahmen.

„Als kommunales Krankenhaus sind wir, wie andere auch, mit den Belastungen und Anforderungen, die aus den Veränderungen im Gesundheitssystem resultieren, mit Energiepreiserhöhungen und Tarifentwicklungen konfrontiert, die uns höchste Anstrengungen abverlangen“, sagte die Geschäftsführerin des CTK, die gemeinsam mit mehr als 200 CTK-Beschäftigten an der Großdemonstration der Krankenhäuser in Berlin teilgenommen hatte. „Dennoch haben wir seit Jahren ein positives Jahresergebnis, in 2007 einen Bilanzgewinn von 757 000 Euro – bei einer Bilanzsumme von 236,7 Millionen Euro. Wir investieren weiter, um eine medizinische Versorgung auf höchster Qualität auch zukünftig garantieren zu können. Deshalb brauchen wir, den Forderungen der Demonstranten entsprechend, einen finanziellen Ausgleich, der über den bisher gemachten politischen Zusagen liegt.“

Die insgesamt positive Entwicklung setzte sich, so Heidrun Grünewald, im ersten Halbjahr 2008 fort. Auch die Patientenzahlen sind weiter leicht steigend. Mit 30 neuen Pflegekräften, die in diesen Tagen ihre Ausbildung in der Medizinischen Schule am CTK beenden, wird der Prozess der Durchsetzung neuer Pflegestrukturen fortgeführt. Der allgemeine Ärztemangel, informierte Heidrun Grünewald, mache auch um das CTK keinen Bogen. Es seien im Moment 321 Ärzte am Klinikum tätig, in den Fächern Frauenheilkunde, Anästhesie und Geriatrie würden aber Fachärzte benötigt. Dafür würden in nächster Zeit alle Anstrengungen unternommen.

Oberbürgermeister Frank Szymanski betonte noch einmal nachdrücklich, dass am Konsens aller Fraktionen, keine kommunalen Unternehmen – auch nicht in Anteilen - zu verkaufen, kein Abstrich gemacht werde. „Unser Klinikum ist eine wichtige Säule der Gesundheitsstadt Cottbus.“ Der OB verwies auf weitere Kooperationen zwischen Klinikum und niedergelassenen Ärzten, aber auch mit benachbarten Krankenhäusern. Nicht zuletzt werde die Idee eines akademisch-medizinischen Ausbildungszentrums weiter konsequent verfolgt.
Oberbürgermeister, Aufsichtsratsmitglieder und Stadtverordnete dankten der Leitung und allen Mitarbeitern des Klinikums ausdrücklich für die geleistete Arbeit, die sich in den vorgelegten Bilanzzahlen eindrucksvoll widerspiegelten.